Padel-Boom in Deutschland: Milliardenmarkt lockt Ausrüster, Betreiber und Investoren
21. Oktober 2025, 07:00 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Wachstum & Nachfrage
- Deutschland hat die 1.000-Court-Marke überschritten (vor ~18 Monaten <500).
- DPV: 233 Vereine (vor 3 Jahren: 65), ~6.000 lizenzierte Spieler; ~250.000 regelmäßige Freizeitspieler.
- Branchenprognose: 10.000–20.000 Courts in D in 4–8 Jahren (bevölkerungsbasiert).
Geschäftsmodelle & Kosten
- Court-Bau: 25.000–30.000 € (Indoor auf bestehender Platte) bis ~75.000 € (Outdoor inkl. Fundament); Bau-Margen oft 15–20 %.
- Betreiber setzen auf Pay-to-Play, Mitgliedschaften, Gastronomie, Events und Merch.
Akteure
- Padel City (u. a. Hansi Flick, Tommy Haas beteiligt): >130 Courts, achtstelliger Umsatz, laut Firma ab Monat 2 profitabel; 15 Mio. € Funding, ~100.000 Spieler/Monat; Franchise-Anfragen 20–30/Woche.
- Ausrüster: Spezialisten (Nox, Bullpadel) und Generalisten (Adidas, Babolat, Wilson) bauen Sortiment & Sponsoring aus (Adidas Partner des DPV).
- Medien-Boost: ProSieben zeigt Promi-Padel zur Primetime.
Chancen
- Skalierung für Betreiberketten & Franchise-Modelle.
- Ausrüster profitieren von Equipment-Zyklus (Schläger, Schuhe, Bälle, Apparel).
- Immobilieneigner/Kommunen monetarisieren Leerstände/Hallen.
Risiken
- Genehmigungen/Qualitätsstandards (v. a. bei Import-Courts).
- Hype-Zyklus: Auslastungsrisiken bei zu schneller Expansion.
- Preiselastizität (Stundenpreise ~30–40 € pro Platz/Doppel in Großstädten).
Ausblick
- Deutschland gilt als „letzte große Bastion“ in Europa; Expansion nach Österreich/UK in Vorbereitung.
- Mit wachsender Sichtbarkeit, Ligasystem und Event-Formaten dürfte die Professionalisierung weiter beschleunigen – inklusive möglicher olympischer Perspektive langfristig.


