Ottobock: Medizintechnik-Pionier startet fulminant an der Frankfurter Börse
Heute beginnt eine spannende neue Ära für den Medizintechnikkonzern Ottobock aus Duderstadt, der für seine wegweisenden Prothesen und die Zusammenarbeit mit den Paralympics bekannt ist. Der Börsengang des Unternehmens wird als einer der bedeutendsten des Jahres gehandelt, mit dem Potenzial, der größte seit Douglas im Jahr 2014 zu sein. Im Vorfeld zeigten Investoren reges Interesse an den angebotenen Aktien, die zu einem Preis von 66 Euro je Stück gehandelt werden.
Nach einem gescheiterten Börsengang im Jahr 2022 hat Ottobock intensiv an seinem öffentlichen Debüt gearbeitet. Der Börsenstart erfolgt im Prime Standard der Frankfurter Börse, wodurch sich das Unternehmen für eine Aufnahme in die prestigeträchtige DAX-Indexfamilie qualifizieren könnte. Insgesamt werden rund 12,2 Millionen Aktien angeboten, was einen möglichen Erlös von bis zu 808 Millionen Euro verspricht. Ein erheblicher Teil des Erlöses fließt dabei an die Näder Holding, die von Milliardär Hans Georg Näder geführt wird.
Zusätzlich zu den Einnahmen für die Näder Holding wird Ottobock direkt etwa 100 Millionen Euro erhalten, um in weiteres Wachstum und strategische Firmenakquisitionen zu investieren. CEO Oliver Jakobi bezeichnet den Börsengang als einen Meilenstein, der die mehr als 100-jährige Tradition des Unternehmens in Innovation und Verantwortung fortsetzen soll.
Im Vorfeld des Börsendebüts sicherte sich Ottobock wichtige Investitionszusagen von prominenten Geldgebern wie Milliardär Klaus Michael Kühne und einem Fonds der Capital Group. Beide haben sich verpflichtet, signifikante Mengen an Ottobock-Aktien zu erwerben. Starke Geschäftszahlen untermauern diesen Optimismus, mit einem Anstieg des bereinigten Gewinns im Kerngeschäft und einem robusten Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2025.

