Optimismus im Nahost-Friedensprozess: Deutschland plant Lockerung der Reisehinweise für Israel
Außenminister Johann Wadephul zeigt sich optimistisch bezüglich der Fortschritte im Nahost-Friedensprozess und kündigt an, die deutschen Reisehinweise für Israel zu lockern. Nach einem Treffen mit dem israelischen Amtskollegen Gideon Saar äußerte der CDU-Politiker in Tel Aviv sein Vertrauen in die Entwicklung dieses Prozesses. Der Frieden sei in greifbarer Nähe, so Wadephul, und die Entschärfung der Reisehinweise solle den Austausch zwischen Deutschland und Israel fördern.
Besonders der jüngeren Generation möchte Wadephul den Zugang nach Israel erleichtern. Er betonte, wie bedauerlich es sei, dass Schüler und Studenten derzeit in ihren Reisemöglichkeiten eingeschränkt sind. Das Auswärtige Amt ist nun beauftragt, Einzelheiten dieser Anpassungen auszuarbeiten. Anfang der nächsten Woche sollen die Details veröffentlicht werden.
Er hob zudem die Bedeutung eines gesicherten Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas hervor, der als Grundvoraussetzung für Sicherheit im Gazastreifen gelte. Beide Seiten, so Wadephul, seien entschlossen, diesen Waffenstillstand in einen dauerhaften Frieden zu überführen. Herausforderungen wie die Entwaffnung der Hamas seien erkannt, doch der Wille zur Umsetzung sei vorhanden.
In einer Geste besonderer Wertschätzung wurde Wadephul von Saar in dessen privater Wohnung nahe Tel Aviv empfangen. Zum Abschluss seiner Reise traf der Bundesaußenminister am Flughafen die Eltern eines israelisch-deutschen Bürgers, der von der Hamas verschleppt und getötet worden war. Dieses Zusammentreffen verdeutlicht die menschlichen Tragödien, die mit dem Konflikt verbunden sind, und unterstreicht zugleich die Dringlichkeit eines nachhaltigen Friedens.

