Opec+ hebt Fördermenge an: Ein Schritt zur Entspannung der Ölpreise?
Die zentrale Allianz des Ölkartells Opec+ hat entschieden, ihre tägliche Fördermenge deutlich zu erhöhen. Im August soll die Produktion um weitere 548.000 Barrel pro Tag gesteigert werden. Bislang lag die Fördermenge bei 411.000 Barrel täglich, sodass die neue Anhebung einen signifikanten Anstieg darstellt. Diese Entscheidung spiegelt die aktuellen positiven Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft wider, so die Selbstbeurteilung des Kartells.
Fortan soll die Förderhöhe monatlich neu justiert werden, um flexibel auf sich ändernde Marktverhältnisse zu reagieren. Der Hintergrund dieser Anpassungen ist die schrittweise Rücknahme der in den letzten Jahren vorgenommenen Reduktion von 2,2 Millionen Barrel, die bislang acht Kernstaaten, darunter Saudi-Arabien und Russland, durchgeführt hatten.
Die Opec+, die in Wien ansässige Organisation erdölexportierender Staaten unter der Leitung Saudi-Arabiens, arbeitet eng mit Partnern wie Russland zusammen. Gemeinsam kontrollieren sie beeindruckende 40 Prozent der weltweiten Ölförderung.
Im vergangenen April lag die Gesamtproduktion der Opec+ bei rund 40,9 Millionen Barrel pro Tag. Die temporäre Verteuerung des Öls durch den Konflikt zwischen Israel und dem Iran verlieh dem Thema zusätzliche Brisanz.
Am 3. August steht das nächste Treffen der Kernstaaten an, bei dem die zukünftige Förderstrategie für den Monat September diskutiert wird.

