Ölpreise steigen trotz weltwirtschaftlicher Unsicherheiten
Die aktuellen Entwicklungen auf dem globalen Ölmarkt zeigen eine spürbare Preissteigerung. Ein Barrel der Nordseeölsorte Brent, zur Lieferung im Mai vorgesehen, kletterte auf 71,85 US-Dollar, was einem Anstieg von 1,06 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht. Ähnlich verhielt es sich mit der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI), deren Preis für die April-Lieferung um 1,04 Dollar auf 68,20 Dollar stieg.
Ausschlaggebend für diese Preisbewegungen ist die derzeit angespannte geopolitische Lage. Eine neue Militäroffensive Israels richtet sich gegen die Hamas im Gazastreifen, mit dem Ziel, die Infrastruktur der Organisation zu schwächen. Gleichzeitig hat US-Präsident Donald Trump dem Iran vorgeworfen, die Huthi-Rebellen im Jemen zu unterstützen, und drohte mit möglichen militärischen Maßnahmen, sollten die Angriffe fortdauern.
Auf der anderen Seite werden die Ölpreise durch gedämpfte Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum beeinflusst. Insbesondere die Handelspolitik von Donald Trump, die zunehmend protektionistische Züge annimmt, sorgt für Unsicherheit. Als Reaktion darauf hat die US-Notenbank Fed ihre Wachstumsprognosen nach unten korrigiert und die Leitzinsen unverändert belassen, was jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Ölpreisbewegungen hatte.
Rohstoffexperte Giovanni Staunovo von UBS betont, dass Nachrichten über US-Zölle wahrscheinlich die Volatilität der Ölpreise erhöhen werden. Dennoch bleibt er bei einem verhalten optimistischen Ausblick für die künftigen Entwicklungen auf dem Ölmarkt.

