Ölpreise im Aufwind: Trumps Strafzölle gegen Venezuela beeinflussen den Markt
Die Ölpreise haben am Dienstag ihre zu Wochenbeginn erzielten Gewinne leicht ausgebaut. Ein Barrel der Nordsee-Rohölsorte Brent zur Lieferung im Mai kostete 73,29 US-Dollar und legte damit um 29 Cent im Vergleich zum Vortag zu. Auch der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Rohölsorte WTI verzeichnete einen Anstieg um 26 Cent auf nunmehr 69,37 Dollar.
Der Anstieg der Ölpreise folgt auf die von Donald Trump angekündigten Strafzölle gegen Venezuela, eines der bedeutenden Ölförderländer. Künftig wird jedes Land, das Öl oder Gas aus Venezuela importiert, einen Strafzoll von 25 Prozent im Handel mit den USA entrichten müssen. Diese Entscheidung kam im Kontext eines andauernden Streits über Migrationsfragen, die der US-Präsident als eine der Begründungen nannte.
Venezuela ist bekannt für die Förderung von schwerem, saurem Rohöl, welches für die Herstellung von Diesel und Heizöl entscheidend ist. Trumps Ankündigung erhöht das Risiko von Unterbrechungen bei der Versorgung auf dem Ölmarkt, was die Preise unterstützt. Dennoch birgt die unberechenbare Zollpolitik der US-Regierung das Potenzial, das globale Wirtschaftswachstum zu bremsen, was die Nachfrage nach Rohöl und damit die Ölpreise insgesamt dämpfen könnte.

