Ölpreis-Pingpong vor entscheidendem Opec+-Gipfel
Die Ölfreise haben am Freitag vor einem mit Spannung erwarteten Treffen des Verbunds Opec+ an Schwung gewonnen. Nachdem die Preise zunächst im frühen Handel einen Rückgang verzeichneten, erholten sie sich bis zum Nachmittag wieder und verzeichneten moderate Zuwächse. So legte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember um 25 Cent auf 65,25 US-Dollar zu. Die US-Sorte WTI stieg ebenfalls um 52 Cent auf einen Preis von 61,09 Dollar je Barrel. Trotz der leichten Schwankungen zeigte sich der Ölmarkt insgesamt stabil. Die Notierungen konnten die kräftigen Gewinne der Vorwoche weitgehend verteidigen.
Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf das bevorstehende Treffen der Opec+, bei welchem Opec-Staaten gemeinsam mit anderen bedeutenden Förderländern wie Russland über Förderstrategien verhandeln. Die Gespräche sind für Sonntag angesetzt und könnten eine erneute Erhöhung der Fördermengen zur Folge haben. Medienberichte lassen eine moderate Anhebung der Ölproduktion erwarten.
"Es spricht einiges für eine Steigerung um 137.000 Barrel pro Tag, wie bereits in den Vormonaten Oktober und November", äußerte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Im Fokus stehen darüber hinaus die potenziellen Folgen der US-Sanktionen gegen führende russische Ölproduzenten wie Rosneft und Lukoil. Inzwischen haben einige indische Raffinerien aufgrund dieser Sanktionen bereits entschieden, ihre Ölimporte aus Russland vorübergehend auszusetzen und alternative Lieferanten ins Auge zu fassen.

