Deutschland setzt Abschiebungen nach Afghanistan fort

Zum Jahresbeginn hat die Bundesregierung ihre Ausweisungen nach Afghanistan erneut aufgenommen. Zwei afghanische Straftäter wurden laut Bundesinnenministerium abgeschoben, darunter ein in Bayern mehrfach verurteilter Mann wegen schwerer Körperverletzung und Drogendelikten.
Die Übergabe an Taliban-Vertreter am Flughafen erfolgte durch Bundespolizisten, wobei ein neues Abschiebungsverfahren für Einzelpersonen Anwendung fand. Laut einer Ministeriumssprecherin konnte dieser Mechanismus nun bereits zum dritten Mal in kürzester Zeit eingesetzt werden. Allein im Jahr 2025 erfolgten 83 solcher Rückführungen nach Afghanistan.
Kurz vor Weihnachten fand ebenfalls eine Abschiebung eines mehrfach verurteilten Straftäters aus Bayern statt, was Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dazu veranlasste, die kontinuierliche Umsetzung zu betonen. Die Wiedereinführung der direkten Abschiebungen war in der Amtszeit des derzeitigen Bundesinnenministers Alexander Dobrindt (CSU) beschlossen worden, nachdem die vorherige Bundesregierung diese zeitweilig pausiert hatte.
Die Entscheidung fiel nach Konsultationen mit der afghanischen De-facto-Regierung, wie ein Ministeriumssprecher bestätigte. Dobrindt unterstrich im 'Focus', dass regelmäßige Abschiebungen im Interesse der Gesellschaft seien, um Straftäter aus dem Land zu entfernen.

