Ölpreis klettert auf Höchstwert seit zwei Monaten
Die Ölpreise haben am Donnerstag ihren höchsten Stand seit über zwei Monaten erreicht, angetrieben von Sicherheitsbedenken in Folge der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Personal aus dem Nahen Osten abzuziehen. Diese Entscheidung schürt Ängste, dass eskalierende Spannungen mit Iran die Ölversorgung beeinträchtigen könnten.
Im frühen Handel stieg der Preis für Brent-Öl um 15 Cent oder 0,2% auf 69,92 US-Dollar pro Barrel, während der US-amerikanische West Texas Intermediate-Ölpreis um 22 Cent oder 0,3% auf 68,37 US-Dollar anstieg. Am Mittwoch hatten beide Rohölpreise ihren höchsten Stand seit Anfang April erreicht, nachdem sie einen Anstieg von über 4% verzeichneten.
Präsident Trump kündigte am Mittwoch an, dass US-Personal aus Sicherheitsgründen aus dem Nahen Osten abgezogen werde. Diese Entwicklung steht im Kontext der Verlegung der US-Botschaft in Bagdad. Auch die Möglichkeit, Militärangehörige aus Bahrain abzuziehen, steht im Raum. Iran drohte unterdessen, im Falle eines Scheiterns der Nuklearverhandlungen US-Stützpunkte in der Region anzugreifen, was die Unsicherheit weiter befeuert.
Neben den geopolitischen Spannungen wurde die Ölpreisentwicklung durch die Aussicht auf einen möglichen Handelsdeal zwischen den USA und China beflügelt, der die Energie-Nachfrage in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt anheizen könnte. Laut Energy Information Administration sind die US-Klagerbestände zudem um 3,6 Millionen auf 432,4 Millionen Barrel gesunken, was die Preise weiter unterstützt.

