David Hoffman erklärt seinen Ausstieg aus Ethereum

David Hoffman, Mitbegründer von Bankless, hat seine Ether-Bestände verkauft, da er glaubt, dass die langjährige These „ETH ist Geld“ weitgehend ausgereizt ist. Dennoch bleibt er optimistisch gegenüber dem Ethereum-Netzwerk.
Hoffman betonte, dass diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen wurde, da er seine Karriere, sein Unternehmen und seine Identität um Ethereum herum aufgebaut hat.
Ethereum wählt den schwierigen Weg im Vergleich zu Bitcoin
In einem aktuellen Tweet erklärte Hoffman, dass die „ETH ist Geld“-These davon abhing, dass Ethereum auf mehreren Koordinationsebenen erfolgreich ist, darunter dezentrale Führung, Governance, Layer-2-Ökosysteme, Roadmap-Umsetzung und technologische Entwicklung.
Hoffman beschrieb Ethereum als „nicht Bitcoin“ und erklärte, dass Bitcoin seine Blockchain vereinfacht hat, um den Wert von BTC zu maximieren, während Ethereum einen ehrgeizigeren Weg eingeschlagen hat, indem es die Nutzung über dezentrale Anwendungen, Finanzen, Tokenisierung und Infrastruktur ausweitete. Er fügte hinzu, dass Ethereum einen Teil dieser Vision erreicht hat und die derzeitige Marktkapitalisierung verdient, jedoch die Möglichkeit, dass ETH vom Markt signifikant höher bewertet wird, nun zu schwinden scheint.
Der Bankless-Mitbegründer erklärte weiter, dass die breitere „starke Version“ von Krypto, die sich auf dezentrale Finanzen, NFTs, DAOs und krypto-native Systeme konzentrierte, außerhalb des Zeitraums von 2020 bis 2022 keine langfristige Unterstützung in der breiten Öffentlichkeit fand. Er sagte, dass der Ruf von Krypto später mit Betrügereien und spekulativem Verhalten in Verbindung gebracht wurde, was das soziale Glaubenssystem schwächte, das erforderlich ist, damit ETH als globales Geld funktioniert.
Hoffman erklärte zudem, dass der Nutzen von Ether zunehmend anderen Geldformen, insbesondere Stablecoins und tokenisierten Dollar, zugutekommt, anstatt ETH selbst. Er beschrieb Ethereum als „Geber, nicht Nehmer“ und sagte, dass das Netzwerk sichere Blockspace, Tokenisierungsinfrastruktur und DeFi-Unterstützung zu minimalen Kosten bietet, anstatt den maximalen Wert für ETH-Inhaber zu extrahieren. Er sagte, dass Ethereums Architektur Anwendungen, Rollups und das Wachstum des Ökosystems über ETH selbst priorisiert, was es dem zugrunde liegenden Krypto-Asset erschwert, den Status eines globalen Geldes ohne überwältigende Marktdominanz vollständig zu erreichen.
Steht Ethereum vor einer Krise?
Hoffmans Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die negative Stimmung gegenüber Ethereum zunimmt. Ein aktueller Bericht von Santiment ergab, dass sich die Diskussionen in sozialen Medien zunehmend von Optimismus hin zu Frustration und Bedenken über weitere Rückschläge verschoben haben.
Das Analyseunternehmen erklärte, dass Händler ETH zunehmend als „totes Geld“ im Vergleich zu stärker performenden Krypto-Assets im Jahr 2026 betrachten, da schwächere ETF-Flüsse, rückläufige On-Chain-Aktivitäten und wachsende Konkurrenz von Ökosystemen wie Solana und BNB Chain den Druck auf die Stimmung erhöhten.
Gerüchte über prominente Ethereum-Persönlichkeiten, die ihre ETH-Positionen reduzieren oder aufgeben, einschließlich Diskussionen über Hoffman, haben ebenfalls zur steigenden Unsicherheit auf dem Markt beigetragen, insbesondere da Händler besorgt sind, dass Insider das Vertrauen in den Vermögenswert verlieren.

