Glassnode warnt: Fast 30% des Bitcoin-Angebots könnte zukünftig durch Quantenrisiken bedroht sein

Die langfristige Sicherheitsarchitektur von Bitcoin steht erneut im Fokus, nachdem neue Daten von Glassnode darauf hinweisen, dass das Netzwerk in einer Zukunft mit fortschrittlicher Quantencomputing-Technologie theoretischen Risiken ausgesetzt sein könnte. Der Bericht zeigt, dass ein erheblicher Teil des zirkulierenden Bitcoin-Angebots in der Zukunft gefährdet sein könnte, wenn Quantencomputer in der Lage sind, die derzeitigen kryptografischen Schutzmaßnahmen zu durchbrechen.
Glassnodes Daten zeigen das Ausmaß der potenziellen zukünftigen Gefährdung
Neue Daten von Glassnode, einer Plattform für On-Chain-Datenanalysen, beleuchten eine potenzielle langfristige Veränderung des Sicherheitsmodells von Bitcoin. Der Krypto-Händler Evans hat auf X enthüllt, dass die Analyse schätzt, dass etwa 6,04 Millionen BTC, fast 30% des gesamten Bitcoin-Angebots, theoretisch durch zukünftige Quantencomputing-Bedrohungen gefährdet sein könnten.
Dies liegt daran, dass die öffentlichen Schlüssel, die mit diesen Coins verbunden sind, bereits auf der Blockchain offengelegt wurden. Besonders bemerkenswert ist, dass etwa 4,12 Millionen BTC des Risikos mit der Wiederverwendung von Adressen und veralteten Verwahrungsmethoden verbunden sind, die unnötigerweise die Exposition der öffentlichen Schlüssel erhöhen.
Darüber hinaus zeigen die Daten, dass zentralisierte Börsen insgesamt mehr als 1,6 Millionen BTC in potenziell exponierten Adressen halten.
Vergleich des aktuellen Volumeneinbruchs mit dem Bärenmarkt 2023
Die Spot-Handelsvolumina von Bitcoin sind seit Oktober 2025 um etwa 81% eingebrochen, was die Marktaktivität auf ein Niveau zurückführt, das typischerweise mit Bärenmarktbedingungen assoziiert wird. Ein verifizierter Autor für CryptoQuant, bekannt als Darkfost, hat darauf hingewiesen, dass man, um eine ähnlich geringe Beteiligung zu finden, bis Juli 2023 zurückblicken müsste, was den starken Rückgang der Spot-Volumina verdeutlicht.
Trotz des allgemeinen Rückgangs dominieren große Börsen wie Binance weiterhin den Markt mit einem Handelsvolumen von $36,4 Milliarden und verzeichneten im Oktober 2025 $198,6 Milliarden. Die Volumina sind daher fast fünfmal niedriger im aktuellen Markt, was einem Rückgang von 81% entspricht, und Binance ist kein Einzelfall.
Unterdessen hat Gate.io ebenfalls einen massiven Rückgang der Volumina um 79,6% verzeichnet, und Bybit ist um 66% gesunken. Diese Entwicklung spiegelt hauptsächlich ein makroökonomisches Umfeld wider, das für risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen ungünstig war. Die anhaltend steigenden Inflationsdrucke und die langanhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben Investoren dazu veranlasst, bevorzugt in Rohstoffe und traditionelle Aktienindizes zu investieren, anstatt in Kryptomärkte.
Laut Darkfost kann diese Dynamik auch konstruktiv interpretiert werden. Der starke Rückgang der Handelsaktivität zeigt, dass der Verkaufsdruck hinter der aktuellen Korrektur allmählich an Schwung verliert.
Historisch gesehen haben längere Perioden schwacher Spot-Volumina oft mit den späteren Phasen von Marktkorrekturen zusammengefallen, wenn der Verkaufsdruck beginnt, sich zu erschöpfen und spekulative Exzesse aus dem System gespült werden. Bemerkenswert ist, dass ein ähnlicher Einbruch der Handelsaktivität gegen Ende des Bärenmarktes 2023 auftrat, bevor die Volatilität zurückkehrte und der Aufwärtstrend sich erholte.

