Ölmarkt im Spannungsfeld: Preise kämpfen mit Überangebot und geopolitischen Faktoren
Die Rohölmärkte erleben derzeit turbulente Zeiten. Trotz leichter Aufwärtsbewegungen am Freitag bleibt der Trend nach unten gerichtet. Die Preise für Öl der Sorte Brent, die für Januar-Lieferungen gehandelt wird, verzeichneten am Freitag einen moderaten Anstieg um 53 Cent auf 63,92 US-Dollar pro Barrel. Gleichzeitig legte der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte WTI mit Auslieferung im Dezember um 51 Cent auf 59,94 Dollar zu. Auf Wochensicht gehen die Preise jedoch um fast einen Dollar zurück, was die zweite Woche in Folge Verluste bedeutet.
Ein dominierender Faktor bleibt die Befürchtung eines Überangebots auf dem Ölmarkt. Diese Sorgen wurden maßgeblich von der Internationalen Energieagentur verstärkt, die im Oktober ihre Prognose für ein ölreiches Überangebot bis zum Jahr 2026 erheblich nach oben korrigierte. Diese Erwartung basiert auf einem stärkeren Produktionswachstum im Vergleich zur Nachfrageentwicklung.
Dennoch gibt es auch Kräfte, die den Ölpreisen Auftrieb geben. Dazu zählen die verschärften Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen die russische Ölindustrie sowie die jüngst verstärkten Angriffe der Ukraine auf russische Energieinfrastruktur. Diese geopolitischen Spannungen fungieren als Stütze für die Preise.

