Olaf Scholz: LNG-Terminals als Schlüssel zur Energiesicherheit
Im Zuge der energiepolitischen Diskussionen betonte der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz, dass Deutschlands Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen ein Fehler war. Bereits vor dem Konflikt in der Ukraine warb Scholz für den Bau von LNG-Terminals an der deutschen Küste, um die Energieversorgung flexibler zu gestalten. Diese Strategie ermöglichte nach dem Ukraine-Konflikt 2022 eine zügige Unabhängigkeit von russischem Erdgas.
Der frühere SPD-Politiker wurde kürzlich im Untersuchungsausschuss des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern zur Nord Stream 2-Pipeline befragt. Dieses umstrittene Projekt wurde wegen des russischen Überfalls nie in Betrieb genommen.
Scholz hob die Wichtigkeit von LNG-Infrastruktur hervor und verwies auf frühe Bemühungen zur Errichtung solcher Terminals. Besonders lobte er die Projekte in Brunsbüttel, Stade und Wilhelmshaven.
Internationale Bedenken, insbesondere aus Osteuropa und den USA, begleiteten den Bau von Nord Stream 2. Mecklenburg-Vorpommern versuchte, die Pipeline über eine eigens gegründete Stiftung abzusichern.
Scholz berichtete zudem von seinen Bemühungen, US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 abzuwenden, indem er einen Brief an den damaligen US-Finanzminister Steven Mnuchin richtete. Trotz der Vollendung der Pipeline erteilte Scholz im Februar 2022 keine Betriebsgenehmigung angesichts des Ukraine-Konflikts. Der Untersuchungsausschuss ermittelt weiterhin mögliche russische Einflussnahmen auf die Gründung der Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern.

