Olaf Scholz: Der Balanceakt zwischen Waffenruhe und Unterstützung
Olaf Scholz, ehemaliger Bundeskanzler und derzeitiger SPD-Bundestagsabgeordneter, begrüßt die jüngste Waffenruhe im Nahen Osten. Bei einem Besuch am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam äußerte er seine Hoffnung, dass diese Waffenruhe eine Eskalation verhindert, die über den Konflikt zwischen Israel und Iran hinausgeht. Er betonte die Notwendigkeit, dass Europa und die USA gemeinsam alles tun, um eine atomare Bewaffnung des Irans zu unterbinden, da das iranische Regime offene Pläne zur Zerstörung Israels hege.
Auf die heikle Frage, ob er einen Luftangriff der USA auf iranische Atomanlagen für gerechtfertigt hält, blieb Scholz vorsichtig. Er plädierte für eine besonnene europäische Diplomatie, die stets darauf abzielt, Krisen zu deeskalieren, und betonte, dass die deutsche Regierung in dieser Frage ohnehin nicht konsultiert worden sei.
Im Anschluss an seinen Besuch einer Kunstfoto-Ausstellung in Lwiw, einer ukrainischen Stadt, die trotz der schwierigen Lage ihren kreativen Ausdruck gefunden hat, bekräftigte Scholz Deutschlands anhaltende Unterstützung für die Ukraine. Er versicherte, dass Deutschland der größte Unterstützer der Ukraine in Europa bleibe, sowohl in Form von Verteidigungsmaßnahmen als auch in der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Diese Entschlossenheit, so ist sich Scholz sicher, wird auch in der Ukraine anerkannt und wertgeschätzt.

