Öltanker-Beschlagnahmung: USA intensivieren Maßnahmen gegen Venezuela
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die kürzlich vor der Küste Venezuelas beschlagnahmten Öltanker im Besitz der Vereinigten Staaten verbleiben werden. Auf die Frage nach dem Umgang mit dem erbeuteten Öl erklärte Trump, dass es möglicherweise für strategische Reserven genutzt werden könnte. Neben dem Öl beabsichtige man auch die Schiffe selbst zu behalten.
Die US-Küstenwache hat in den letzten Tagen zwei Öltanker in der Karibik beschlagnahmt und verfolgt Berichten zufolge ein drittes Schiff, das zur sogenannten Schattenflotte gehören soll, mit der Venezuela versucht, Sanktionen zu umgehen. Trump hat klargestellt, dass er eine vollständige Blockade gegen alle sanktionierten Öltanker verhängen möchte, die zwischen Venezuela und anderen Ländern verkehren.
In Verbindung mit der US-Militärpräsenz in der Region nahm Trump Bezug auf die umfangreichen Ölvorkommen Venezuelas und behauptete, dass das südamerikanische Land der USA Öl und andere Vermögenswerte unrechtmäßig entwendet habe. Die venezolanische Regierung wies diese Forderungen scharf zurück und betonte, dass sie einen Verstoß gegen internationales Recht darstellten. Nennenswerte Spannungen zwischen den beiden Ländern bestehen bereits seit der Verstaatlichung der Ölindustrie in Venezuela Anfang der 2000er Jahre, was zu Auseinandersetzungen um Entschädigungszahlungen führte.
Weiterhin haben militärische Interventionen der USA in der Karibik und im östlichen Pazifik stattgefunden, um gegen mutmaßliche Drogenschmuggler vorzugehen. Diese Aktionen resultierten in zahlreichen Todesfällen und unterstreichen die angespannte Situation zwischen den USA und Venezuela. Trumps Regierung beschuldigt den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, die Beteiligung an illegalen Drogenaktivitäten zu unterstützen, was die Spannungen zwischen beiden Nationen weiter verschärft.

