Ölpreiserholung: Aufwärtsbewegung trotz geopolitischer Unsicherheiten

Nachdem die Ölpreise kürzlich Verluste verzeichneten, konnten sie sich zu Beginn der Woche weitgehend erholen. Der Preis für ein Barrel der Nordseeölsorte Brent zur Lieferung im Februar kletterte um 1,42 Dollar und pendelte sich bei 62,06 US-Dollar ein. Parallel dazu stieg der Preis der US-Sorte WTI um 1,44 Dollar auf 58,48 Dollar.
Ursprünglich hatten Spekulationen über einen möglichen Fortschritt zur Beendigung des Ukraine-Konflikts die Ölpreise belastet. Die Aussicht auf potenziell steigende Ölimporte aus Russland führte zeitweise zu einem deutlichen Preisrückgang bei Brent-Öl um etwa zwei Dollar pro Barrel. Jedoch brachte das Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem US-Präsidenten Donald Trump keine konkreten Ergebnisse, insbesondere hinsichtlich der territorialen Forderungen Russlands, die bislang in der Schwebe bleiben.
Trotz dieses Erholungstrends stehen die Ölpreise im Dezember vor einem weiteren monatlichen Rückgang, dem fünften in Folge – die längste Abwärtsbewegung seit über zwei Jahren. Die Hauptursache bleibt die Befürchtung eines globalen Überangebots, verstärkt durch gestiegene Fördermengen der OPEC+-Mitglieder. Geopolitische Faktoren, insbesondere Spannungen mit Venezuela, bremsten den Preisverfall jedoch in den letzten Wochen etwas.

