Ölpreise erleben leichte Erholung nach jüngsten Turbulenzen

Die Ölpreise haben zu Beginn der Woche eine moderate Erholung erfahren und sich von ihren jüngsten Verlusten etwas zurückgezogen. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent, das im Februar geliefert wird, mussten Investoren am Montag 61,33 US-Dollar zahlen. Dies bedeutet einen Anstieg um 69 Cent im Vergleich zum Freitag. Ähnlich entwickelte sich die amerikanische Sorte WTI, deren Preis pro Barrel um 67 Cent auf 57,41 Dollar zulegte.
Am vergangenen Freitag hatten Spekulationen über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges die Ölpreise unter Druck gesetzt. Insbesondere die Aussicht auf ein zusätzliches russisches Ölangebot auf dem Weltmarkt hatte den Preis für Brent-Öl vorübergehend um etwa zwei Dollar pro Barrel sinken lassen.
Ein Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hatte am Wochenende keine greifbaren Fortschritte erzielt. Insbesondere blieb die Frage der Rückgabe von ukrainischem Territorium, das von Russland beansprucht wird, weiterhin ungelöst.
Trotz der jüngsten Preissteigerungen müssen sich die Ölpreise im Dezember voraussichtlich dem fünften monatlichen Rückgang in Folge stellen, ein bisher längerer Abwärtstrend seit über zwei Jahren. Sorgen um ein globales Überangebot aufgrund steigender Produktion der OPEC+ Mitgliedsstaaten belasten die Preise weiterhin. Zugleich wirken geopolitische Spannungen, insbesondere mit dem OPEC-Staat Venezuela, leicht stabilisierend auf den Ölmarkt, da sie die Preiserosion etwas eingedämmt haben.

