Ölmarkt startet mit leichten Preiszuwächsen in die Woche

Zu Beginn der Handelswoche haben sich die Ölpreise leicht erhöht. Am Montag notierte ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April bei 67,95 US-Dollar, was einem Anstieg von 20 Cent gegenüber dem Freitagspreis entspricht. Der Preis für ein Barrel US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 21 Cent auf 63,10 Dollar.
Der Handel am Ölmarkt verzeichnete allerdings nur wenige Impulse. Aufgrund eines Feiertages in den USA blieben die Börsen dort geschlossen, und auch in Asien wurde an einigen Märkten, wie beispielsweise in China wegen des Neujahrsfestes, nicht gehandelt.
Der weiterhin schwelende Konflikt zwischen dem Iran und den USA bleibt im Fokus der Märkte. Die Fortsetzung der Gespräche zu Irans Atomprogramm ist für Dienstag angesetzt. US-Präsident Donald Trump hat jüngst die iranische Regierung wegen der Unterdrückung von Protesten mit Konsequenzen gedroht und die amerikanische Truppenpräsenz in der Region verstärkt.
Die geopolitischen Spannungen haben zu einem Anstieg der Ölpreise seit Jahresbeginn um etwa 10 Prozent geführt. Der Analyst Robert Rennie von der Westpac Banking Corp äußerte, dass die geopolitische Lage derzeit für Unterstützung sorgt, langfristig jedoch die Produktionslage den Ton angeben wird.
Er erwartet, dass Brent im Laufe des ersten Halbjahres aufgrund der zunehmenden globalen Produktion wieder auf ein Niveau von knapp über 60 Dollar fallen wird. Schwankungen am Ölmarkt werden zudem durch Ankündigungen einiger Vertreter des Ölverbundes Opec+ beeinflusst, die ab April eine mögliche Ausweitung der Fördermenge in Aussicht stellen. Eine offizielle Festlegung bis zur nächsten Sitzung am 1. März steht allerdings noch aus.

