Ölpreise drehen nach anfänglichem Anstieg ins Minus
Die Ölpreise verzeichneten am Freitag einen Rückgang, nachdem sie am Morgen vor bevorstehenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran noch angestiegen waren. Bis zum Nachmittag gerieten die Notierungen unter Druck. Ein Barrel der Nordseesorte Brent für die Lieferung im April notierte bei 66,98 US-Dollar und lag damit um 57 Cent unter dem Preis des Vortages. Auch der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März sank, und zwar um 68 Cent auf 62,61 Dollar.
Am Ölmarkt bleibt die politische Lage im Iran ein zentrales Thema, das weiterhin für Schwankungen sorgt. Marktbeobachter verfolgen mit Spannung die Verhandlungen zwischen der iranischen Führung und den USA, die zur Entschärfung der Krise beitragen sollen. Nach Angaben aus Teheran haben die Gespräche in einem indirekten Format begonnen, jedoch blieb offen, ob es im Laufe des Tages zu direkten Gesprächen kommen wird.
Ein Scheitern der Verhandlungen könnte einen spürbaren Anstieg der Ölpreise nach sich ziehen. In der jüngeren Vergangenheit hat insbesondere die Situation im Iran signifikante Auswirkungen auf die Entwicklungen am Ölmarkt gezeigt. Bei einem möglichen militärischen Eingreifen der USA in Iran werden zusätzliche Risiken für den gesamten Nahen Osten, insbesondere im Hinblick auf wichtige Schifffahrtsrouten im Persischen Golf, erwartet.

