Obama bedauert Polizei-Kritik: Einladung zum Bier

26. Juli 2009, 14:16 Uhr · Quelle: dpa
Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama will die Wogen der Empörung wegen seiner harschen Polizeikritik glätten: Bei einem «Bier im Weißen Haus» sollen Missverständnisse beseitigt werden.

Die beiden Kontrahenten in dem Streit über eine angebliche rassistische Polizeiaktion, der schwarze Harvard-Professor Henry Louis Gates und der weiße Polizist James Crowley, nahmen die Einladung an.

Obama hatte sich am Freitagnachmittag (Ortszeit) in Telefongesprächen mit Gates und Crowley bemüht, Frieden zwischen den beiden zu stiften und seine eigenen Worte zu relativieren. Danach bedauerte der Präsident in einer überraschend angesetzten Stellungnahme vor der Presse, selbst den Medienwirbel um den Vorfall in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) «angeheizt» zu haben. Nachdem er am Mittwoch die Polizeiaktion gegen Gates öffentlich als «dumm» gebrandmarkt hatte, sprach er nun von einer «unglücklichen» Wortwahl.

Obama reagierte damit auf Proteste der Polizei und eine heftig aufgeflammte Debatte über Rassendiskriminierung in den USA. Fast einhellig kritisierten die US-Medien die Stellungnahme des Präsidenten für den schwarzen Wissenschaftler, der ein Freund Obamas ist, als «voreilig» und «parteilich».

Hintergrund ist die umstrittene Festnahme des 58-jährigen Professors Gates, der beim gewaltsamen Öffnen seiner eigenen Haustür von Polizisten als Verdächtiger in Handschellen abgeführt worden war. Gates hatte bei der Rückkehr von einer Chinareise am Donnerstag vergangener Woche technische Schwierigkeiten mit dem Haustür-Schloss. Nachbarn glaubten, als sie Gates und seinen Fahrer zu der nächtlichen Stunde an der Tür hantieren sahen, an einen Einbruch und alarmierten die Polizei. Obwohl der Wissenschaftler sich als Eigentümer des Hauses ausweisen konnte, wurde er festgenommen.

Gates beschuldigte bei der Festnahme und später die Polizei des rassistischen Verhaltens. Die Polizei wirft Gates vor, gegen die Beamten ausfällig und beleidigend geworden zu sein und randaliert zu haben. Zudem habe er sich anfangs nicht ausweisen wollen.

Obama, auf der Pressekonferenz am Mittwoch darauf angesprochen, kritisierte die Polizeiaktion mit deutlichen Worten, obwohl er zugab, nicht alle Fakten zu kennen. Nun musste Obama betonen, dass er nie die Absicht gehabt habe, die Polizisten von Cambridge zu «verleumden». Allerdings hätten offenbar sowohl die Beamten als auch der Professor für afroamerikanische Studien «überreagiert».

Obama bezeichnete Crowley als einen bekanntermaßen «hervorragenden Polizisten» und «guten Mann». Der Präsident bedauerte in seiner Stellungnahme seine Worte, die hätten «besser formuliert» sein können. Er entschuldigte sich aber nicht ausdrücklich. Das hatten US-Polizistenverbände gefordert.

Minderheiten / Präsident / USA
26.07.2009 · 14:16 Uhr
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