norisbank Sommerumfrage 2026
Sommerurlaub 2026? Für viele Deutsche kaum noch drin
Bonn, 21.05.2026 (lifePR) - .
- Urlaub wird immer mehr zum Luxus
- Sommerreise? Für viele Deutsche kaum noch bezahlbar
- Fernweh ja, finanzieller Spielraum nein
Zwar planen 64 Prozent der Deutschen auch in diesem Jahr eine längere Urlaubsreise von mindestens sieben Tagen. Doch unter denjenigen, die sich 2026 keinen Urlaub gönnen, sagt ein Drittel, dass dafür schlicht das Geld fehlt. Auffällig ist dabei: Die Sommerreise platzt nicht zugunsten anderer größerer Ausgaben wie etwa einem Auto- oder Hauskauf. Vielmehr zeigt sich, dass die Deutschen ihr Geld derzeit lieber zusammenhalten.
Wie unterschiedlich groß der finanzielle Spielraum mittlerweile in der Bevölkerung ist, wird beim Blick auf die Lebenssituation und das Alter deutlich. So planen 71,3 Prozent der Berufstätigen in diesem Sommer eine längere Urlaubsreise, unter den Nicht-Berufstätigen (Rentner, Studenten, Arbeitslose) sind es nur 47,8 Prozent. Auch beim Alter werden klare Unterschiede sichtbar. Während in den Altersgruppen der 18- bis 34-Jährigen und der 35- bis 49-Jährigen jeweils rund 70 Prozent eine längere Reise planen, liegt der Anteil bei den 50- bis 69-Jährigen bei nur 59 Prozent.
Die Reiselust bleibt hoch, der finanzielle Spielraum schrumpft
Wer 2026 verreisen möchte, muss genauer rechnen als noch vor wenigen Jahren. 28,8 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen für den Urlaub in diesem Jahr weniger Geld zur Verfügung steht als im Vorjahr. Gegenüber 2025 mit 23,6 Prozent ist das ein Anstieg um 5,2 Prozentpunkte. 2024 lag der Wert bei 24,2 Prozent. Besonders deutlich wird die Entwicklung im längerfristigen Vergleich. 2019 hatten nur 13,1 Prozent gesagt, ihnen stehe weniger Geld für den Urlaub zur Verfügung.
Die Reiselust ist also weiterhin da, doch das Budget wird knapper. Für einen wachsenden Teil der Deutschen heißt das: mehr rechnen, mehr abwägen, mehr zurückstecken. Der Urlaubswunsch verschwindet nicht, aber er rückt in weitere Ferne.
Fehlendes Geld führt immer öfter zum Reise-K.o.
Fragt man nach den konkreten Gründen für den Urlaubsverzicht, steht das fehlende Geld klar an erster Stelle. 33 Prozent der Befragten sagen: „Ich habe momentan nicht ausreichend Geld für eine Urlaubsreise.“ Gegenüber 2025 mit 29,8 Prozent ist das ein Anstieg um 3,2 Prozentpunkte, gegenüber 2024 mit 26 Prozent sogar um 7 Prozentpunkte.
Dass eine Reise dann ausfällt, ist oft nur das sichtbarste Zeichen dafür, wie eng es finanziell bereits geworden ist. Wer auf Urlaub verzichtet, spürt den Druck längst im Alltag - Ausgaben werden zurückgestellt, Reserven geschont und Geld lieber zusammengehalten. Der Reiseverzicht ist also meist keine spontane Entscheidung, sondern die Folge eines Budgets, das insgesamt knapper wird.
Mehr Informationen zur norisbank finden Sie unter www.norisbank.de.
Über die Umfrage
Die norisbank hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.021 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ nach Geschlecht, Alter und Region befragt. Die Online-Befragung wurde im März 2026 durchgeführt.

