Niedrige Erzeugerpreise belasten deutsche Landwirtschaft

Die landwirtschaftliche Lage in Deutschland sorgt derzeit für besorgte Gesichter bei den Landwirten, da die Erzeugerpreise auf den Agrarmärkten drücken. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, äußerte bei der Vorstellung des Marktberichts 2025/26 deutliche Kritik an der derzeitigen Preisstruktur.
Aktuell wird eine Tonne Weizen lediglich mit etwa 180 Euro gehandelt, was den Landwirten Verluste bringt. Auch andere Ackerfrüchte wie Mais und Raps stehen unter beträchtlichem Preisdruck.
Für Schweinehalter zeichnet sich ebenfalls ein düsteres Bild ab. Der aktuelle Erzeugerpreis für Schweinefleisch liegt bei 1,60 Euro pro Kilogramm, was zahlreiche Betriebe in die roten Zahlen zu treiben droht.
Sehr angespannt ist die Lage auch im Weinbau, der laut Rukwied die schwerste Krise seit Jahrzehnten durchlebt. Obwohl die Ernte 2025 von hoher Qualität war, lag der Ertrag mit 7,3 Millionen Hektolitern 16 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Fassweinpreise bleiben unter den Produktionskosten, die Nachfrage im Inland ist schwach, und der Export in wichtige Märkte wie die USA wird durch höhere Zölle erschwert.

