Nicht viel mehr als heiße Luft: Friedensverhandlungen ohne Fortschritt in Istanbul
Das kürzlich in Istanbul arrangierte Zusammenkommen der Unterhändler aus Moskau und Kiew ließ große Erwartungen bereits im Vorfeld vermissen. Im prunkvollen Ciragan-Palast, einer historischen Kulisse für die dringend benötigten diplomatischen Fortschritte, endeten die Gespräche jedoch nach kürzester Zeit ohne sichtbare Ergebnisse. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete von einer Dauer von weniger als einer Stunde, was wenige bis keine Durchbrüche verspricht.
Die Vorhersagen schienen gestimmt zu haben, denn beide Konfliktparteien hatten sich hinsichtlich eines möglichen Friedensschlusses eher pessimistisch geäußert. Zu tief sind die Gräben zwischen den gegensätzlichen Standpunkten der beiden Länder. Der Krieg, der die Regionen nunmehr seit über drei Jahren erschüttert, scheint weiterhin ohne baldige Friedenslösung fortzubestehen.
Wenig überraschend bleibt das große Ziel, tragfähige Schritte in Richtung Frieden zu entwickeln, einstweilen in weiter Ferne, während die Welt gespannt auf Fortschritte wartet. Die Komplexität der Lage und das Beharren auf Positionen lassen zügige Fortschritte schwer vorstellbar erscheinen.

