Next erhöht Gewinnprognose nach Umsatzsprung durch M&S-Störung und günstiges Sommerwetter
Next hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 1,1 Milliarden Pfund angehoben – ein Plus von 25 Millionen gegenüber der bisherigen Schätzung. Anlass ist ein überraschend starker Umsatzanstieg im zweiten Quartal, beflügelt durch ein technisches Fiasko beim Konkurrenten Marks & Spencer sowie anhaltend günstiges Sommerwetter.
Im Zeitraum bis zum 26. Juli stiegen die Umsätze zum vollen Preis um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lagen damit um 49 Millionen Pfund über der eigenen Prognose. Analysten hatten bereits vermutet, dass Next zu den Hauptprofiteuren des siebensiebenwöchigen Online-Ausfalls bei M&S zählen würde, verursacht durch einen Cyberangriff im April.
Next betreibt 457 Filialen im Vereinigten Königreich sowie einen stark wachsenden Online-Shop. Die jüngste Prognoseanhebung unterstreicht die operative Stärke des Unternehmens im Vergleich zum traditionell starken Wettbewerber.
RBC Capital Markets lobte Anfang Juli die Wachstumsdynamik von Next, gestützt auf internationale Expansion und die zunehmende Kundenverlagerung ins Digitale: „Next profitiert überdurchschnittlich vom Online-Wachstum und der Schwäche von M&S im zweiten Quartal.“
Trotz des robusten Quartalsumsatzes warnte Next vor einem abkühlenden Konsumklima im weiteren Jahresverlauf. Steigende Arbeitskosten und ein nachlassender Arbeitsmarkt könnten den Rückenwind allmählich dämpfen. Insbesondere die Änderungen bei den Sozialabgaben im April würden sich zunehmend negativ auf die verfügbaren Haushaltseinkommen auswirken, so das Unternehmen.
Am Vortag hatte Next zudem die Markenrechte des insolventen Umstandsmoden-Spezialisten Seraphine übernommen – ein weiterer Schritt in der laufenden Strategie, in finanziell angeschlagene Marken zu investieren und sie über die eigene Plattform neu zu positionieren.


