Neues Offshore-Windprojekt „Gennaker“ bringt frischen Wind nach Mecklenburg-Vorpommern
Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns nimmt der Ausbau erneuerbarer Energien Fahrt auf. Die Genehmigung für den Windpark „Gennaker“ vor dem Darß ist erfolgreich erteilt worden, wie das Umweltministerium in Schwerin verlauten ließ.
Geplant sind insgesamt 63 Windkraftanlagen in der Ostsee, die auf eine beeindruckende Leistung von 976,5 Megawatt kommen sollen. Der gigantische Windpark, dessen Rotoren einen Durchmesser von 236 Metern und eine Höhe von bis zu 261 Metern erreichen, wird nach Fertigstellung beeindruckende vier Terawattstunden grünen Strom pro Jahr produzieren.
Dies könnte im Schnitt den Ausstoß eines bis zwei moderner Kohlekraftwerke oder eines Atomkraftwerks kompensieren, erklärt Umweltminister Till Backhaus. Das „Gennaker“-Projekt soll ungefähr 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst angesiedelt werden und den bereits existierenden Windpark „Baltic 1“ mit 21 Anlagen umringen.
Der Start für die Bauarbeiten ist für Mitte 2027 angesetzt, mit einer geplanten Inbetriebnahme Ende 2028. Bisher sind in der deutschen Ostsee Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,8 Gigawatt installiert, was deutlich hinter der Nordsee mit 7,4 Gigawatt zurückbleibt. Sechs Windparks sind in der Ostsee bereits aktiv. Jüngst wurde vor Rügen mit der Errichtung des Windparks „Windanker“ begonnen, während für ein weiteres Projekt namens „OstSee Energies“ mit einer Kapazität von circa einem Gigawatt ebenfalls Planungen laufen.

