Neuer Premierminister gesucht: Macron unter Zeitdruck
Inmitten politischer Spannungen steht Frankreich vor der dringenden Ernennung eines neuen Premierministers. Präsident Emmanuel Macron lud die Spitzen der Parteien im Parlament zu Beratungen ein, um eine Entscheidung voranzutreiben. Der Zeitpunkt für die Beratungen markiert einen kritischen Moment, denn bis zum nächsten Montag muss der Haushaltsentwurf im Parlament vorgelegt werden.
Die Parteien von Marine Le Pen und der Frankreichs Linkspartei werden an den Beratungen nicht teilnehmen. Das politische Rätselraten um den künftigen Regierungschef bleibt spannend: Der Rücktritt des bisherigen Premierministers Sébastien Lecornu nach nur vier Wochen im Amt ließ Raum für Spekulationen.
Mögliche Nachfolger sind der Chef der Sozialisten, Olivier Faure, der frühere Premier Bernard Cazeneuve, der erfahrene Zentrumspolitiker Jean-Louis Borloo sowie François Villeroy de Galhau, Präsident der französischen Nationalbank. Um Frankreichs wirtschaftliche Stabilität zu sichern, betonte Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure die Notwendigkeit eines zukunftsfähigen Haushaltsplans für 2026, der auch den europäischen Verpflichtungen gerecht wird.
Eine Verzögerung könnte die politische Starre weiter verschärfen und gravierende wirtschaftliche Folgen haben. Dabei bleibt die Ausrichtung der zukünftigen Regierung weiterhin unklar. Der Élysée-Palast bekräftigte lediglich die Hoffnung auf politische Stabilität und die Verabschiedung eines Haushalts bis Ende des Jahres.

