Neue Verhandlungsrunde zum Iran-Abkommen deutet auf Hoffnungsschimmer hin
In der komplexen und vielschichtigen Auseinandersetzung um das iranische Atomprogramm steht eine erneute Verhandlungsrunde zwischen Teheran und Washington bevor. Die Gespräche sollen laut iranischen Quellen unter der Schirmherrschaft Omans am Samstag in Rom stattfinden. Dies gab der iranische Außenminister Abbas Araghtschi im Umfeld eines Kabinettstreffens bekannt und nähert damit Hoffnungen auf Fortschritte in dem festgefahrenen Prozess.
Des Weiteren ist für Freitag ein Treffen mit diplomatischen Vertretern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens avisiert. Diese drei europäischen Nationen waren maßgeblich an der Unterzeichnung des Wiener Abkommens von 2015 beteiligt, das den Iran daran hindern sollte, Atomwaffen zu entwickeln.
Das Auswärtige Amt hat indes vorerst keine Bestätigung zu den geplanten Gesprächen gegeben, die laut Informationen des Portals 'Iran Nuances' auf der Ebene der Vizeaußenminister abgehalten werden sollen. Der damalige US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen im Jahr 2018 einseitig aufgekündigt, was eine Reihe von Spannungen nach sich zog.
Der Iran hielt sich fortan nicht mehr an die Abmachungen, was das geopolitische Gleichgewicht in Gefahr brachte. Trump verfolgt mittlerweile das Ziel, ein neues Abkommen mit der Islamischen Republik auszuhandeln, um die krisenhafte Situation zu beruhigen.
Die bisher im Oman und Rom stattgefundenen Treffen zwischen Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff spiegeln diesen Versuch wider. Mit einem neuen Abkommen hofft der Iran auf Lockerungen der gegen ihn verhängten Sanktionen sowie eine Verbesserung der angespannten militärischen Lage in der Region.
Doch bleibt er international aufgrund verschiedener politischer und menschenrechtlicher Verfehlungen weiterhin isoliert.

