Neue US-Zölle und deutsch-amerikanische Handelsquerelen: Ein unruhiger Markttag
Die politische Kulisse entlang des Atlantiks wird unruhig: Mit Spannung erwartet und nun tatsächlich in Kraft getreten, beschäftigen die neuen US-Zölle auf Importe aus der EU die Märkte erneut. Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Maßnahmen wurden, wie in einem Post auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, planmäßig umgesetzt. Die EU-Kommission jedoch zeigte sich überrascht, da sie mit der Umsetzung des neuen Tarifs erst ab Freitag gerechnet hatte.
In der Zwischenzeit kündigen sich auf geopolitischer Bühne wichtige Gespräche an: Präsident Trump und Wladimir Putin, der russische Kremlchef, streben eine Zusammenkunft an, um über ein Ende des Ukraine-Konflikts zu beraten. Der Austragungsort könnte eventuell in den Vereinigten Arabischen Emiraten liegen, unter der Vermittlung des Präsidenten Scheich Mohammed. Die Uhr tickt, doch Tag und Ort stehen noch in den Sternen.
Weiter südlich mussten die Schweizer eine enttäuschende Nachricht verarbeiten. Stolze 39 Prozent Zölle auf Schweizer Exporte in die USA lassen die Eidgenossen erschüttert zurück. Besonders Schokolade und Käse könnten unter diesen Maßnahmen leiden, was in Bern für Krisenstimmung sorgt.
Die Ökonomie westlich des Atlantiks vermeldet ebenfalls Turbulenzen, denn die Arbeitslosenquote steigt stärker als erwartet. 7.000 zusätzliche Anträge auf Arbeitslosenunterstützung haben die Prognosen der Volkswirte bei weitem übertroffen.
Zeitgleich erfährt das Vereinigte Königreich eine Zinssenkung durch die Bank of England. Zwar erwarteten viele diese Maßnahme angesichts der momentanen wirtschaftlichen Umstände, doch blieb die Entscheidung knapp – ein Zeichen der Unsicherheit im britischen Wirtschaftsraum.
Schließlich verzeichnet auch Deutschland schlechte Nachrichten in der Industrieproduktion, die auf ein Fünf-Jahrestief gefallen ist. Besonders die Pharmabranche zeigt derzeit Schwächen. „Made in Germany“ erlangte im ersten Halbjahr noch ein Plus, doch Trumps Zölle lassen die Zukunftsaussichten trüb erscheinen.
In diesem heftigen Kontext verstärkt auch die deutsche Autoindustrie ihre Kritik am unsicheren EU-US-Zollabkommen. Klare Verbesserungen und Richtlinien werden weiterhin vermisst, während unattraktive Zollsätze ohnmächtig fortbestehen.

