Neue US-Zölle belasten internationalen Handel
Auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump treten ab Donnerstag neue Zölle für Importe aus der Europäischen Union und zahlreichen anderen Ländern in die USA in Kraft. Ab Mitternacht Ortszeit an der US-Ostküste, was in Deutschland ab 6 Uhr morgens entspricht, gelten die Neuregelungen, wie aus US-amerikanischen Quellen verlautet. Im Gegensatz dazu geht die EU-Kommission davon aus, dass die Einführung des 15-Prozent-Zolls auf viele EU-Produkte in die USA erst am 8. August erfolgen werde.
Die neuen und variablen Abgaben betreffen Importe aus ungefähr 70 Nationen sowie der EU. Die USA und die Europäische Union hatten zuletzt im Handelskonflikt einen Kompromiss erreicht. Neben dem 15-Prozent-Zollsatz hat sich die EU zu umfangreichen Investitionen in den USA bereiterklärt. Die Details dieser Investitionen sind jedoch noch nicht vollständig abgestimmt.
Für Länder, die nicht auf der kürzlich veröffentlichten Liste der ab dem 7. August geltenden Zölle erscheinen, sind abweichende Abgaben vorgesehen. Zusätzlich führen die USA separate Verhandlungen mit China und Mexiko. Präsident Trump hat zudem weitere Strafzölle gegen Staaten angedroht oder bereits angeordnet, die Handel mit Russland betreiben und somit den Kreml indirekt im Ukraine-Konflikt unterstützen.

