Neue Schutzmaßnahmen für geografische Produktangaben: Von Lübecker Marzipan bis Glashütter Uhren
Geografische Herkunftsangaben von Produkten sollen durch neue gesetzliche Regelungen einen besseren rechtlichen Schutz erhalten. Der Fokus liegt hierbei nicht mehr ausschließlich auf Lebensmitteln, sondern umfasst nun auch handwerkliche und industrielle Erzeugnisse.
Grundlage für diese Veränderung bildet ein Gesetzentwurf von Agrar- und Justizministerium, den das Bundeskabinett jüngst verabschiedete. Landwirtschaftsminister Alois Rainer von der CSU hebt hervor, dass der bewährte Schutz bei Agrarprodukten auch bei anderen regionalen Erzeugnissen von Vorteil sein könnte.
Ebenso betont Justizministerin Stefanie Hubig von der SPD die Bedeutung dieser Schutzmaßnahme für das Vertrauen und die Kaufentscheidung der Verbraucher. Sie unterstreicht, dass der Schutz auch renommierte Produkte wie Uhren aus Glashütte und Geigen aus Mittenwald umfassen soll.
Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, eine EU-weite Reform auf nationaler Ebene umzusetzen und hierbei insbesondere die Eintragung solcher geschützter Angaben zu erleichtern. Im Kern geht es darum, Produkte, deren spezielle Eigenschaften auf einen bestimmten geografischen Ursprung zurückzuführen sind, umfassend zu schützen.

