Neue Friedensgespräche in Genf: Ein Hoffnungsschimmer im Ukraine-Konflikt?
In einer bemerkenswerten Entwicklung bestätigte der Kreml, dass in der kommenden Woche eine neue Verhandlungsrunde zur Beendigung des Ukraine-Kriegs stattfinden soll. Geplanter Austragungsort für dieses diplomatische Unterfangen ist Genf, wo sich Russland, die Ukraine und die USA am 17. und 18. Februar treffen werden. Dies verkündete Dmitri Peskow, der Sprecher des Kremls, gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Tass.
Russland hat sich entschieden, seine Verhandlungsdelegation mit neuem Führungspersonal auszustatten. Wladimir Medinski, ehemaliger Kulturminister und Berater des Präsidenten, wird die russische Delegation leiten. Medinski ist kein Neuling in der Rolle des Verhandlungsführers; er führte bereits zuvor die Gespräche mit der Ukraine, beispielsweise in Istanbul zu Beginn des Konflikts.
Das jüngste direkte Gespräch zwischen Moskau und Kiew fand Anfang Februar in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt, wobei die USA erneut als Vermittler fungierten. Trotz fehlender konkreter Ergebnisse betonten die beteiligten Parteien die konstruktive Atmosphäre der Gespräche. Wladimir Putin hatte für die Verhandlungen in Abu Dhabi hochrangige Persönlichkeiten wie Igor Kostjukow, den Leiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU, entsandt.
Interessanterweise äußerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die USA ein neues Treffen in Miami vorgeschlagen hätten, worauf Kiew positiv reagierte. Allerdings sieht Selenskyj im russischen Vorgehen ein wiederholtes Zögern. Die Ukraine verteidigt sich trotz alledem seit knapp vier Jahren mit Unterstützung des Westens gegen die russische Invasion.

