Neue Analyse zeigt begrenzte Auswirkungen des EU-weiten CO2-Preises auf Heizkosten
Eine aktuelle Untersuchung der Bertelsmann Stiftung offenbart interessante Entwicklungen im Zusammenhang mit dem ab 2028 geplanten EU-weiten einheitlichen CO2-Preis für den Gebäude- und Verkehrssektor. Vor allem in Deutschland und anderen europäischen Ländern, die bereits einen CO2-Preis etabliert haben, wird dieser neue Preis die Heizkosten nur moderat steigen lassen. Speziell für Deutschland prognostiziert die Studie bei einem angenommenen CO2-Preis von 60 Euro pro Tonne einen durchschnittlichen Anstieg der Heizkosten um 17 Euro pro Jahr und Haushalt.
Anders gestaltet sich die Situation in Regionen, in denen der CO2-Preis schon jetzt über dem vorgesehenen Niveau liegt. Dort könnten die Heizkostenentwicklung sogar eine Entlastung erfahren. Besonders betroffen werden hingegen einige mittel- und osteuropäische Länder sein. In diesen Regionen könnte die Einführung des neuen CO2-Preises die Heizkosten spürbar in die Höhe treiben, mit einer voraussichtlichen Erhöhung zwischen 100 und 400 Euro pro Jahr. Die Analyse zeigt somit eine differenzierte Wirkung des neuen CO2-Preises in verschiedenen Teilen Europas auf, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Haushalte der betroffenen Nationen bieten.

