Nestlé bleibt dem Wassergeschäft treu, sucht jedoch Investitionspartner
Der Schweizer Nahrungsmittelgigant Nestlé bleibt trotz kontroversen Vorfällen in Frankreich seinem Wassergeschäft verpflichtet. Konzernchef Laurent Freixe betonte in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" klar: "Wir verkaufen das Wassergeschäft nicht." Allerdings könnte es unter Umständen zu einem Teilverkauf kommen, wie der 63-Jährige ankündigte.
Internationale Topmarken wie Perrier und San Pellegrino spielen dabei eine entscheidende Rolle und sind für Nestlé "sehr wichtig", so Freixe. Er verleiht seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Zukunft des Getränkegeschäfts weiterhin vielversprechend sei. Um das volle Wachstumspotential auszuschöpfen, hält Freixe die Einbindung eines Co-Investors für notwendig. Dies würde es Nestlé ermöglichen, Ressourcen für den Ausbau zu sichern, ohne das Kerngeschäft zu belasten. Ein Joint Venture sei eine denkbare Lösung.
Nach Kritik aufgrund unerlaubter Verfahren zur Wasserfilterung in Frankreich sah sich Nestlé gezwungen, eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro zu zahlen, um einen Prozess zu vermeiden. In Belgien könnten dem Unternehmen ähnliche rechtliche Unannehmlichkeiten bevorstehen. Ab Anfang 2025 steuert Nestlé die Geschicke seines Mineralwassersegments in einer neu geschaffenen, separaten Einheit.

