Mutares: Kurskorrekturen und Umsatzwachstum in der Portfolio-Transformation
Der kürzlich bekanntgegebene Halbjahresbericht von Mutares offenbart bemerkenswerte Fortschritte im Portfolioumbau der Beteiligungsgesellschaft. Mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg gelang es dem Unternehmen, zurück in die schwarzen Zahlen zu finden. Besonders trägt der Rückzug vom österreichischen Motorenhersteller Steyr zu dieser positiven Bilanz bei, was das Management um Robin Laik optimistisch in die Zukunft blicken lässt. Trotz dieser erfreulichen Ergebnisse war die Reaktion an der Börse nur kurzfristig positiv. Die im SDax notierte Aktie verzeichnete nach einem kurzzeitigen Kursanstieg wieder einen leichten Rückgang. Ein Rückschlag, der auf die laufenden Prüfungen der Bafin und Verschiebungen im Jahresabschlussprozess zurückzuführen ist, bremste jüngst die Erholung des Aktienkurses. Nach Bekanntwerden der Probleme Anfang August rutschte der Kurs auf ein Jahrestief, konnte sich jedoch mittlerweile wieder erholen. Spezialisiert auf die Übernahme und Restrukturierung angeschlagener Unternehmen, konnte Mutares im ersten Halbjahr 2025 bereits fünf erfolgreiche Verkäufe sowie acht neue Akquisitionen verzeichnen. Besonders hervorzuheben sind Neuzugänge wie Buderus Edelstahl, der Logistikdienstleister GDL sowie der auf Brandbekämpfungsfahrzeuge spezialisierte Hersteller Magirus. Diese strategischen Schritte tragen zu einem erheblichen Umsatzwachstum auf rund 3,1 Milliarden Euro bei. Im operativen Geschäft strebt Mutares ein nachhaltig positives Ergebnis an, nachdem das Ebitda im ersten Halbjahr auf beeindruckende 598 Millionen Euro angestiegen ist. Ein Teil dieses Wachstums ist laut dem Unternehmen auf Kompensationszahlungen im Zuge von Portfolioumbauten zurückzuführen. Die Strategie des Umsatzwachstums, das auf etwa 7,5 Milliarden Euro zum Jahresende prognostiziert ist, zeigt eine deutliche Wirkung in der Neuausrichtung von Mutares.

