Moskau wirft Westen Krisenförderung vor: Lawrows Botschaft in New York
Auf dem internationalen Parkett der UN-Generalversammlung in New York nutzte der russische Außenminister Sergej Lawrow die Bühne, um einmal mehr deutliche Vorwürfe an den Westen zu adressieren. Er beschuldigte die Nato und die EU, durch ihre Unterstützung der Ukraine Moskau einen 'richtigen Krieg' erklärt zu haben und somit die globale Instabilität zu fördern. Solche Anschuldigungen sind nicht neu aus der russischen Politiklandschaft, doch gewinnen sie im aktuellen geopolitischen Klima erneut an Brisanz.
Lawrow argumentierte, die jüngste Geschichte veranschauliche eine zunehmende Missachtung der UN-Charta, was weltweit regionale Konflikte verschärfe. Die Ukraine-Krise, so Lawrow, sei ein Paradebeispiel für die provozierte Konfrontation, bei der der kollektive Westen aktiv mitmische. Währenddessen setzt Russland seine militärischen Aktivitäten gegen die Ukraine seit über dreieinhalb Jahren fort, während EU- und Nato-Staaten, darunter Deutschland, Kiew mit Waffen unterstützen, ohne jedoch formell als Kriegsparteien auftreten zu wollen.
Jüngste Vorfälle haben zudem die Spannungen zwischen Russland und dem Westen weiter angefacht. Mitte September berichtete Polen von der Verletzung seines Luftraums durch russische Drohnen, woraufhin die Nato ihre Sicherheitsmaßnahmen durch die Verlegung zusätzlicher Kampfjets verstärkte. Kurz darauf sorgte ein weiterer Vorfall mit russischen Kampfjets über Estland für diplomatische Irritationen, die Moskau jedoch bestreitet.

