MLP unter Druck: Gewinn bricht um fast 60 Prozent ein
Der Finanzdienstleister MLP sieht sich im zweiten Quartal mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Das derzeitige Zinsniveau in Kombination mit gesunkenen erfolgsabhängigen Vergütungen hat das Unternehmen schwer belastet.
Zudem flossen erhebliche Mittel in die Modernisierung der IT-Infrastruktur sowie die Beauftragung von IT-Beratungsdiensten, was zu einer zusätzlichen Belastung der Kostenseite führte. Die Folgen dieser Entwicklungen spiegeln sich in einem drastischen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) wider.
Das Unternehmen verzeichnet einen Einbruch um beinahe 60 Prozent im Jahresvergleich, was das Ebit auf rund 5 Millionen Euro drückt. Damit erreicht MLP wieder das Gewinnniveau, das zuletzt vor zwei Jahren zu beobachten war – eine Überraschung für manche Analysten, die am Donnerstag eine Mitteilung auf Basis vorläufiger Zahlen erhielten.
Dennoch sieht das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. MLP hält an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest und strebt weiterhin einen operativen Gewinn zwischen 100 und 110 Millionen Euro an.
Nach den ersten sechs Monaten steht die Bilanz bei 43 Millionen Euro, was Anlass zur Hoffnung gibt, dass der Kurs, trotz eines leichten Rückgangs des Aktienwerts, bald wieder nach oben zeigen könnte.

