Mittelstand schöpft wieder Hoffnung: Optimismus nimmt zu
Der deutsche Mittelstand blickt zunehmend mit Zuversicht in die Zukunft. Laut einer aktuellen Erhebung, durchgeführt vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der DZ Bank, gehen 30 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass sich ihr wirtschaftlicher Zustand in den kommenden sechs Monaten positiv entwickeln wird. Dieser Anstieg um zehn Prozentpunkte im Vergleich zur vorhergehenden Umfrage markiert einen Höhepunkt der positiveren Geschäftsaussichten seit Herbst 2021.
Parallel dazu verzeichnet die Studie eine Verringerung des Lager der Pessimisten. Aktuell erwarten lediglich 16 Prozent der Mittelständler eine Verschlechterung ihrer Geschäftssituation, während es im Herbst noch 27 Prozent waren. Ein Großteil der Unternehmen zeigt Vertrauen in die schwarz-rote Bundesregierung.
Insbesondere 62 Prozent setzen darauf, dass durch die politischen Maßnahmen die Konjunktur gestärkt wird. Mit einem milliardenschweren Finanzpaket erhofft sich die Mehrheit (58 Prozent) Verbesserungen in der Infrastruktur, wobei 42 Prozent auf eine Entlastung bei den Energiekosten hoffen.
Ein Drittel sieht Chancen für eine reduzierte Bürokratie, während 26 Prozent auf Steuererleichterungen zählen. Marija Kolak, die Präsidentin des BVR, kommentiert die steigenden Geschäftserwartungen als positives Signal für das Überwinden der wirtschaftlichen Flaute, trotz eines schwierigeren handelspolitischen Umfelds.
Sie betont die Bedeutung des Investitionspakets der Regierung und fordert zügige Umsetzung weiterer Entlastungsmaßnahmen.

