Milliardär Dalio: Bitcoin bleibt wohl außerhalb der Zentralbank-Reserven

Der Milliardär und Investor Ray Dalio hat in jüngsten Interviews seine Zurückhaltung gegenüber Bitcoin als Bestandteil offizieller Reserven bekräftigt, obwohl er dessen begrenzte Verfügbarkeit anerkennt.
Dalio betonte, dass Bitcoin aufgrund seiner limitierten Menge geldähnliche Eigenschaften besitzt, zog jedoch eine klare Grenze, wer es in die Bilanz aufnehmen sollte. Er argumentierte, dass öffentliche Transaktionsaufzeichnungen und das Risiko externer Eingriffe es für Reserveverwalter schwierig machen, Bitcoin wie Gold zu behandeln.
Dalio warnt vor Nachverfolgbarkeit
Dalio wies darauf hin, dass das offene Ledger, das Bitcoin zugrunde liegt, Schwachstellen für große Verwahrer schafft. Öffentliche Transaktionen könnten nachverfolgt und in bestimmten Szenarien unterbrochen werden, was Bedenken für Institutionen aufwirft, die mit dem Schutz nationalen Vermögens beauftragt sind.
NEW: RAY DALIO SAYS THAT BITCOIN IS “UNLIKELY TO BE HELD SIGNIFICANTLY BY CENTRAL BANKS” – TRANSACTIONS ARE TOO TRANSPARENT, THE GOVERNMENT CAN INTERFERE WITH THEM
— DEGEN NEWS (@DegenerateNews) December 20, 2025
Im Gegensatz dazu sei Gold schwerer für Behörden zu kontrollieren, sobald es aus dem formalen Finanzsystem entfernt wird. Dalio äußerte zudem Sicherheitsbedenken, darunter die Möglichkeit, dass Bitcoin geknackt, manipuliert oder kontrolliert werden könnte, was seine langfristige Nützlichkeit als Wertspeicher beeinträchtigen würde.
Stablecoins als Transaktionswerkzeuge
Dalio bewertete Stablecoins als langfristige Anlagen ebenfalls kritisch. Er wies darauf hin, dass Stablecoins an Fiat-Währungen gebunden sind und in der Regel keine Zinsen zahlen, weshalb sie sich gut für schnelle Transfers eignen, jedoch nicht zur Vermögenssicherung. Persönlich hält er „ein wenig“ Bitcoin, zieht jedoch Gold vor, wenn es darum geht, ein Asset vor staatlichen Eingriffen zu schützen.
Im vergangenen Jahr riet Dalio Investoren, knappe Vermögenswerte wie Gold und Bitcoin gegenüber Schuldtiteln zu bevorzugen, da viele große Volkswirtschaften mit steigenden Schulden zu kämpfen haben.
Institutionelle Nachfrage und Marktsignale
Kryptomärkte nähern sich dem Mainstream-Finanzwesen mit Spot-Bitcoin-ETFs und verbesserten Verwahrdiensten, und die Marktstruktur verändert sich. Laut Galaxy Research machen überlappende makroökonomische und Marktrisiken Bitcoin im Jahr 2026 ungewöhnlich schwer vorhersehbar. Das Team von Galaxy sagt, dass Optionspreise und Volatilitätstrends zeigen, dass Bitcoin eher wie ein makroökonomisches Asset agiert als wie eine reine Hochwachstumswette.
BTC will hit $250k by year-end 2027. 2026 is too chaotic to predict, though Bitcoin making new all-time highs in 2026 is still possible. Options markets are currently pricing about equal odds of $70k or $130k for month-end June 2026, and equal odds of $50k or $250k by year-end…
— Alex Thorn (@intangiblecoins) December 21, 2025
Die gleiche Forschungsgruppe bleibt dennoch langfristig optimistisch und prognostiziert, dass Bitcoin bis Ende 2027 $250.000 erreichen könnte.
Makro-Signale und Preisausblick
Diese Mischung aus Ansichten verdeutlicht die Trennung zwischen politischer Eignung und Preisentwicklung. Dalios Fokus liegt darauf, ob Staaten das Asset in ihre Reservebilanzen aufnehmen werden; die Analyse von Galaxy betrachtet, wie Märkte Bitcoin unter sich entwickelnden makroökonomischen Kräften bewerten könnten.

