Mexiko verschärft Importzölle auf chinesische Automobile
Mexiko plant eine drastische Erhöhung seiner Importzölle auf Automobile aus China und anderen asiatischen Ländern. Diese Maßnahme soll die bisherige Zollrate von 20% auf 50% anheben, wie Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard am Mittwoch bekanntgab. Die Entscheidung fällt in den Rahmen der von der Welthandelsorganisation erlaubten Höchstgrenzen und soll in erster Linie Arbeitsplätze in Mexiko schützen.
Ebrard betonte, dass ohne ein gewisses Maß an Schutz ein Wettbewerb kaum möglich sei. Besonders der Sektor für leichte Fahrzeuge und Autoersatzteile habe unter den niedrigen Preisen chinesischer Anbieter zu leiden gehabt. Diese Importwaren seien häufig unter den sogenannten Referenzpreisen auf den Markt gekommen, was heimische Anbieter unter erheblichen Druck setze.
Die Maßnahme steht zudem im Kontext eines zunehmenden Drucks seitens der Vereinigten Staaten, die lateinamerikanischen Länder zu einer Begrenzung ihrer wirtschaftlichen Beziehungen zu China bewegen wollen. China und die USA konkurrieren um ihren Einfluss in der Region. Noch zu Beginn des Jahres hatte Ebrard solche Zollmaßnahmen kritisiert, da sie seiner Meinung nach im Widerspruch zu wirtschaftlichem Wachstum und der Begrenzung der Inflation stünden.

