Merck trotzt durchwachsenen Prognosen mit moderatem Kursplus
Der Pharmariese Merck KGaA hat am Donnerstag mit einem stabilen Zahlenwerk aufgewartet, das von den Anlegern positiv aufgenommen wurde. Wenngleich die Kursgewinne nicht übermäßig ausfielen, konnte die Aktie von einem Anstieg profitieren.
Am Vormittag kletterten die Papiere bis knapp unter 142 Euro, bevor sie zur Mittagszeit um 1,2 Prozent auf 138,70 Euro zulegten. Dies bedeutete eine Abgrenzung zur 21-Tage-Linie, die als Indikator für kurzfristige Trends dient. Dennoch blieb der Sprung über die mittelfristige 50-Tage-Linie bei 140,37 Euro aus, und die 90-Tage-Linie bei 142,54 Euro stellt die nächste Herausforderung dar.
Nichtsdestotrotz deutet sich eine Bodenbildung bei den Merck-Aktien an. Das Unternehmen aus Darmstadt präsentierte ein solides viertes Quartal im Vergleich zum Vorjahr, das im Einklang mit den Erwartungen der Analysten liegt. Ihre Prognose für das laufende Jahr sieht einen Umsatzanstieg auf 21,5 bis 22,9 Milliarden Euro vor, was einem Zuwachs von drei bis sechs Prozent entspricht.
Das bereinigte Ebitda wird mit einem Plus von drei bis acht Prozent auf 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro geschätzt, wobei Wechselkurs- und Übernahmeeffekte nicht berücksichtigt wurden. Stifel-Analyst Dylan Van Haaften lobte die präzise und quantitativ formulierte Prognose als Zeichen einer verbesserten Einschätzbarkeit im Life-Science-Segment, kritisierte jedoch die konservative Herangehensweise. Auch James Quigley von Goldman Sachs merkte an, dass die für 2025 geplante Marge im Life-Science-Bereich ausbaufähig sei, ergänzte jedoch, dass der Markt dies bereits antizipiert habe.
Im bisherigen Jahresverlauf hat die Merck-Aktie gegenüber dem deutschen Leitindex deutlich verloren: Ein Minus von 0,8 Prozent steht einem DAX-Wachstum von beeindruckenden 16,3 Prozent gegenüber.

