Merck & Co zieht eine klare Linie: Umstrukturierung mit Blick auf Wachstum
Der renommierte US-Konzern Merck & Co hat bekannt gegeben, seine Pharmasparte neu aufzustellen. Künftig wird das Geschäft mit Krebsmedikamenten als eigenständiger Bereich geführt, um der wachsenden Bedeutung dieses Segments gerecht zu werden. Parallel dazu entsteht eine zweite Einheit, die sämtliche Produkte außerhalb des Onkologie-Bereichs umfassen wird. Hierzu gehören unter anderem der HPV-Impfstoff "Gardasil", das Diabetesmedikament "Januvia" sowie innovative Präparate wie das Lungenkrankheitsmedikament "Winrevair".
Mit dieser Umstrukturierung verfolgt Merck das Ziel, die Markteinführungen in unterschiedlichen Krankheitsbereichen zu sichern und gleichzeitig das bestehende Produktportfolio zu erweitern. Bereits zuvor berichtete das "Wall Street Journal" über diese strategische Neuausrichtung des Unternehmens.
Ein bedeutender Treiber dieser Entscheidung ist der drohende Konkurrenzdruck durch Generika, insbesondere für das erfolgreiche Krebsmedikament "Keytruda", dessen Patentschutz in den USA im Jahr 2028 ausläuft. Angesichts dessen setzt Merck große Hoffnungen auf das Wachstumspotenzial seines nicht-onkologischen Geschäftssegments. Ergänzend dazu plant der Konzern milliardenschwere Investitionen in die Übernahme von Biotechnologieunternehmen, um die Entstehung neuer Medikamente, wie etwa "Winrevair", voranzutreiben.
Über die nächsten Jahre wird Merck ambitionierte Projekte umsetzen und strebt die Markteinführung von mehr als 20 neuen Medikamenten oder neuen Anwendungsgebieten für bestehende Produkte an.

