Merck & Co: erfrischter Optimismus dank Impfstoff und Effizienz
Der US-Pharmariese Merck & Co erlebt derzeit eine erfreuliche Belebung seines Geschäfts. Nach einem recht verhaltenen zweiten Quartal ließ das dritte Quartal Hoffnung aufkommen, indem es mit unerwartet positiven Geschäftszahlen aufwartete. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die neu eingeführte Impfung Capvaxive gegen Lungenentzündung, die als große Hoffnung im Portfolio von Merck gilt. Kombiniert mit der Reduktion von Kosten, führten diese Faktoren zu einem beachtlichen Gewinnanstieg um 83 Prozent, was eine Summe von knapp 5,8 Milliarden US-Dollar ergibt.
Konzernchef Robert Davis zeigt sich angesichts der jüngsten Entwicklung noch optimistischer gestimmt für das laufende Jahr. Obwohl der Umsatzausblick leicht nach unten korrigiert wurde, erwartet er höhere Gewinne als bisher prognostiziert. Dies zeigte sich auch im Kurs der Merck-Aktien, die einen Anstieg von einem halben Prozent im New Yorker Handel erfuhren.
Die Führung des Unternehmens aus Rahway hat ihre EPS-Prognose (Earnings per Share) leicht angepasst. Diese soll nun voraussichtlich zwischen 8,93 und 8,98 Dollar liegen, nachdem man im Sommer bereits eine Erhöhung vornahm. 2024 erzielte Merck ein EPS von 7,65 Dollar bei einem Erlös von knapp 64,2 Milliarden Dollar, während die Vorhersage für 2025 nun zwischen 64,5 und 65 Milliarden liegt.
Mit einem Umsatzplus von 4 Prozent erreichte der Konzern im dritten Quartal 17,3 Milliarden Dollar, mehr als von Analysten erwartet. Der Potenzialträger der bisherigen Produktpalette, das Krebsmedikament Keytruda, erzielte einen Umsatz von über acht Milliarden Dollar, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Große Herausforderungen kommen auf Merck in Bezug auf Keytruda bereits ab 2028 zu, da Patente auszulaufen drohen und Nachahmerpräparate künftig an Marktanteilen gewinnen könnten. Daher ruht das Vertrauen verstärkt auf Capvaxive, das bereits im vergangenen Quartal seinen Umsatz signifikant steigern konnte. Aufgrund der in Studien belegten höheren Wirksamkeit wird Capvaxive zugetraut, den Wettbewerbsvorsprung gegenüber Prevnar vom Konkurrenten Pfizer auszubauen.

