USA-Angriff auf Venezuela: SPD-Politiker Ahmetovic warnt vor globalen Konsequenzen
Die internationale Gemeinschaft steht vor einer potenziellen Neuordnung ihrer etablierten Strukturen, nachdem die USA einen überraschenden Militärschlag gegen Venezuela durchgeführt haben. Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, äußerte gegenüber dem Fernsehsender phoenix seine Besorgnis über die weitreichenden Auswirkungen dieses Eingriffs. Er sieht darin eine drohende Gefährdung der internationalen Ordnung, die bisher auf stabilen Regeln und Völkerrecht basierte.
Ahmetovic betont die Dringlichkeit, globale Nachahmungen solcher Aktionen zu verhindern. Er kritisiert die Doppelmoral, die entsteht, wenn man einerseits Russland für seinen völkerrechtswidrigen Einmarsch in die Ukraine verurteilt und andererseits einen ähnlichen Einsatz der USA gegen Venezuela ohne UN-Mandat hinnimmt. Zudem warnt er, dass Länder wie China die Situation möglicherweise ausnutzen könnten, um ihre eigenen Ziele, wie die Gewaltanwendung gegen Taiwan, zu rechtfertigen.
In einem überraschenden Nachtangriff hatten die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores verhaftet und nach New York überführt. Ihnen werden unter anderem Drogenterrorismus vorgeworfen. Ahmetovic stuft diese Ereignisse als historisch bedeutend für das Jahr 2026 ein, betont jedoch die Notwendigkeit, die transatlantische Partnerschaft aufrechtzuerhalten. Trotz der Kontroversen bleibt Deutschland sicherheitspolitisch eng mit den USA verbunden, insbesondere im Hinblick auf die Bewältigung des Krieges in der Ukraine.

