Meme Coins und moralische Dissonanzen: Profite aus dem Tod eines Rechtspopulisten
In der dynamischen Welt der Kryptowährungen sorgten am Mittwoch Meme Coins für heftige Diskussionen, nachdem bekannt wurde, dass Händler und Ersteller von Coins mehr als zwei Millionen Dollar aus der Ermordung des rechten Influencers Charlie Kirk profitierten. Die Reaktionen der Krypto-Community sind gespalten: Einige verurteilten die Gewinne als 'abscheulich', während andere die Situation als weiteres Beispiel für moralisch fragwürdige Geschäfte in der Branche betrachten.
Nach Kirks Tod entstanden binnen kürzester Zeit vier Meme Coins, die alle eine schwindelerregende Marktkapitalisierung in Millionenhöhe erreichten. Die Schöpfer dieser digitalen Tokens erzielten allein in den ersten 24 Stunden beachtliche Erlöse von über 563.000 Dollar. Parallel dazu realisierten die fünf besten Händler Gewinne von mehr als 1,6 Millionen Dollar, wie aus Daten der Plattformen Solana und DEX Screener hervorgeht.
Wie erwartet entfachte das Thema in den sozialen Medien eine hitzige Diskussion. Kritiker forderten, dass Plattformen wie Pump.fun, die Entwicklung solcher Coins verhindern sollten, allerdings verstoßen diese Währungen offenbar nicht gegen die derzeitigen Nutzungsbedingungen der Plattform. Währenddessen profitierte auch PumpSwap, die Handelsplattform für diese Tokens, durch einen Anstieg des täglichen Handelsvolumens auf ein Drei-Monatshoch von 533 Millionen Dollar.
Die kontroverse Debatte erfasst verschiedene Schichten der Kryptoszene: Während manche Händler die Profite verteidigen und als legitimen Bestandteil des Marktes ansehen, empfinden andere Akteure wie Jytol von Pump.fun die Erlöse angesichts eines tragischen Ereignisses als widerwärtig. Auch die Folgeverkäufe von Tokens, die auf schockierenden Ereignissen wie der Ermordung von Iryna Zarutska aufbauen, zeigen, wie tief die Linien der moralischen Akzeptanz gezogen werden.
Für viele bleibt das Geschäft mit Meme Coins eine düstere, aber unvermeidliche Realität eines unregulierten Marktes, in dem kulturelle Ereignisse monetarisiert werden. Die Frage nach der moralischen Grenze bleibt bestehen, allerdings gibt es neben dem Fingerzeig auf die unmoralischen Praktiken noch keine sichtbaren Verbesserungsansätze oder regulatorischen Maßnahmen.

