Mehr Gewinn, höhere Prognose: Warum FedEx Anleger überzeugt
Für das laufende Geschäftsjahr traut sich FedEx nun mehr zu. Der Konzern erwartet einen Gewinn zwischen 17,80 und 19,00 Dollar je Aktie und erhöhte damit das untere Ende der bisherigen Prognosespanne. Das signalisiert, dass die internen Effizienzprogramme schneller Wirkung zeigen als ursprünglich kalkuliert.
Seit 2023 befindet sich FedEx in einem umfassenden Umbau. Ziel ist es, dauerhaft Kosten in Milliardenhöhe einzusparen. Dazu hat der Konzern Flugzeuge stillgelegt, Standorte geschlossen und die zuvor getrennten Sparten Ground und Express organisatorisch zusammengeführt. Vorstandschef Raj Subramaniam sprach von einer erfolgreichen Umsetzung der Wachstumsstrategie unter schwierigen äußeren Bedingungen. Der Umbau des Netzwerks schreite planmäßig voran, während das Marktumfeld angespannt bleibe.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Sparmaßnahmen ein rückläufiges Sendungsvolumen kompensieren konnten. FedEx leidet seit Monaten unter der schwachen US-Industriekonjunktur. Die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten schrumpft seit rund neun Monaten, was sich direkt auf das B2B-Geschäft des Logistikkonzerns auswirkt. FedEx ist stark von Lieferungen zwischen Unternehmen abhängig und spürt Konjunkturschwächen daher früh.
Operativ entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. Im Express-Segment verbesserte sich das Ergebnis deutlich, während die Frachtsparte FedEx Freight unter Druck geriet. Dort belasteten geringere Transportmengen und gestiegene Lohnkosten die Profitabilität. Insgesamt zeigt das Quartal jedoch, dass FedEx seine Kostenstruktur robuster aufgestellt hat – und selbst in einem schwierigen Umfeld wieder Spielraum für steigende Gewinne gewinnt.


