Megatransfer im Techsektor: Meta greift tief in die Tasche für Scale AI
Alexandr Wang, dessen Name bisher nur Eingeweihten der Tech-Welt ein Begriff war, könnte bald in aller Munde sein. Der 28-jährige CEO von Scale AI steht im Rampenlicht, da Meta, das von Mark Zuckerberg geleitete Technologieunternehmen, bereit ist, satte 15 Milliarden Dollar für einen 49-prozentigen Anteil an Wangs Unternehmen auszugeben.
Diese massive Investition, die Scale AI einen Unternehmenswert von annährend 30 Milliarden Dollar verleiht, soll vor allem die strategische Partnerschaft von Meta mit einem essenziellen Akteur in der Künstlichen Intelligenz stärken. Analysten deuten jedoch an, dass es weniger um die Technologie von Scale AI selbst geht, sondern vielmehr darum, Wang und sein Führungsteam ins Boot zu holen – ein Paradebeispiel für ein sogenanntes "Acquihire", bei dem es um die Übernahme von Talenten anstatt von Technologie geht.
In den letzten Jahren sind Acquihires in der Tech-Welt aufgrund verschärfter Wettbewerbsbedingungen rar geworden. Doch im Bereich der Künstlichen Intelligenz erlebt dieser Trend eine Renaissance, wie Microsofts und Googles kostspielige Deals im vergangenen Jahr zeigen. Zuckerbergs Vorhaben könnte als mutiger Schritt in die AI-Dominanz interpretiert werden.
Die Aussicht, Wang in einem neu etablierten, hochkarätig besetzten AI-Labor bei Meta zu integrieren, verspricht viel Potenzial. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass auch teure Talente das Unternehmen nach einigen Jahren wieder verlassen könnten. Doch mit der finanziellen Schlagkraft von Meta im Rücken und einer klaren Vision von Künstlicher Intelligenz als Zukunftstechnologie scheinen solche Risiken akzeptabel.

