McLaren steigt auf über £3 Mrd. – Mumtalakat und CYVN kaufen Minderheitsinvestoren heraus
McLaren Racing soll künftig vollständig in den Händen seiner nahöstlichen Eigentümer liegen. Bahrains Staatsfonds Mumtalakat und das Abu-Dhabi-Investmenthaus CYVN stehen kurz vor einer Einigung, die verbliebenen Minderheitsinvestoren auszuzahlen. Der Deal bewertet den Formel-1-Rennstall mit über £3 Mrd. – mehr als das Fünffache der £560 Mio., die im Dezember 2020 im Rahmen einer Notfinanzierung angesetzt worden waren.
Von der Transaktion profitieren Private-Equity-Häuser wie MSP Sports Capital, Hedgefonds UBS O’Connor, die Najafi Companies sowie Ares Management. Sie hatten während der Pandemie frisches Kapital eingebracht und realisieren nun erhebliche Gewinne.
Der Bewertungsaufschwung ist eng mit der sportlichen Renaissance verbunden. Unter CEO Zak Brown und Teamchef Andrea Stella hat McLaren in der Formel 1 die Wende geschafft: 2023 gewann das Team erstmals seit 1998 wieder die Konstrukteurswertung, aktuell dominieren Oscar Piastri und Lando Norris sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung. Parallel treiben Netflix’ Erfolgsserie Drive to Survive und die globale Vermarktung durch Liberty Media die Popularität und den kommerziellen Wert der Rennserie.
Auch abseits der Formel 1 baut McLaren seine Reichweite aus. Das Team fährt in der US-IndyCar-Serie und will ab 2027 bei den 24 Stunden von Le Mans starten. Zugleich stärkt ein neuer Titelsponsor, Mastercard ab 2026, die finanzielle Basis.
Die geplante Übernahme der Minderheitsanteile durch Mumtalakat und CYVN festigt die Kontrolle des Staatsfonds über die McLaren Group, während CYVN als strategischer Partner beteiligt bleibt.


