Markttrends: Europas Aktien und Schwellenländer auf dem Vormarsch
Markttrends: Europas Aktien und Schwellenländer auf dem Vormarsch
Trotz globaler Spannungen, ausgelöst durch ein US-Gerichtsurteil zu Handelszöllen und die angespannte Situation im Nahen Osten, präsentiert sich der Aktienmarkt bemerkenswert stabil. Dabei verlagern Investoren ihr Interesse zunehmend von den USA und Technologiewerten hin zu europäischen und Schwellenländer-Aktien. Dies belegt auch das erreichte Allzeithoch des MSCI Europe und MSCI Emerging Markets, während der Nasdaq 100 hinterherhinkt.
Experten wie Frank Mohr von der Société Générale berichten von einem maßgeblich stärkeren Kaufinteresse an europäischen und Schwellenmarktwerten, während bei US- und globalen Aktien eine eher ausgeglichene Nachfrage besteht. Maurice Mohnfeld von Lang & Schwarz stützt diese Beobachtungen und ergänzt, dass der Handel mit Silberpreis-ETCs derzeit weniger im Fokus der Anleger ist, während Gold weiterhin eine gewisse Stabilität zeigt.
Bei den ETFs sieht man eine Verlagerung weg von US-Tech-Aktien hin zu Investitionen in Europa und den Schwellenländern. Insbesondere der iShares Core MSCI Europe und der Amundi Core Stoxx Europe 600 erfreuen sich gesteigerter Beliebtheit, während die Nachfrage nach S&P 500- und Nasdaq-ETFs von iShares stagniert. Der Vanguard FTSE All-World und der Amundi Global Equity Quality Income hingegen verzeichnen eine positive Bewegung.
Die beliebte Anlageform der ETF-Sparpläne zeigt in Kontinentaleuropa ein beeindruckendes Wachstum von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit mittlerweile 32,8 Millionen ETF-Haltern in Europa wird der strukturierte Vermögensaufbau zunehmend populär.
Im Bereich der Branchenspezifischen ETFs bleiben Technologie- und Bankensektoren im Vordergrund, während Rüstungs-ETFs angesichts geopolitischer Spannungen an Dynamik gewinnen. Im Gegensatz dazu zeigt sich im Krypto-Sektor jedoch eine anhaltende Zurückhaltung, da der Bitcoin-Preis weiter unter Druck gerät.

