Macron schlägt G7-Treffen zur Entschärfung des Grönland-Streits vor
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein G7-Treffen mit zusätzlicher Beteiligung Russlands und Dänemarks vorgeschlagen, um die aktuellen Spannungen um Grönland zu entschärfen. Dies geht aus privaten Nachrichten hervor, die Trump auf der Plattform Truth Social veröffentlichte und deren Echtheit vom Élysée-Palast bestätigt wurde. Der Besitzanspruch Trumps auf Grönland hat unter den europäischen Verbündeten erhebliche Unruhe ausgelöst. Eine schnelle Lösung der Krise scheint momentan nicht in Sicht. Macron strebt ein Treffen in Paris nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos an, zusätzlich sollen Vertreter aus der Ukraine, Dänemark, Syrien und Russland teilnehmen.
Der französische Präsident hat Trump außerdem zu einem Abendessen in Paris eingeladen, bevor dieser in die USA zurückfliegt. Ob Trump auf Macrons Vorschläge eingehen wird, bleibt unklar. Weitere europäische G7-Staaten, einschließlich Deutschland, haben bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Für Donnerstagabend ist in Brüssel ein EU-Sondergipfel geplant, um über Trumps angedrohte Strafzölle zu beraten. Macron machte in den veröffentlichten Nachrichten deutlich, dass er Trumps Absicht, Grönland zu übernehmen, nicht nachvollziehen könne.
Als Reaktion darauf haben europäische Länder Truppen zu Erkundungszwecken nach Grönland geschickt. Trump reagierte mit der Drohung, ab dem 1. Februar Strafzölle auf europäische Waren zu erheben, um den Widerstand gegen einen Verkauf zu brechen. Der Kreml berichtet, dass Russland eine Einladung zu dem vorgeschlagenen G7-Treffen nicht erhalten habe. Vor der Krim-Annexion 2014 war Russland Teil der G8, wurde jedoch anschließend ausgeschlossen.
Während Frankreich im Rahmen seines G7-Vorsitzes die Zusammenarbeit mit den USA in Syrien und dem Iran hervorhebt, zielt Macron darauf ab, die territoriale Integrität Syriens zu wahren und die Grundfreiheiten im Iran zu stärken. In einer weiteren von Trump veröffentlichten Nachricht lobte Nato-Generalsekretär Mark Rutte ihn für Erfolge in Syrien und anderen Krisengebieten und betonte die Wichtigkeit einer Lösung im Grönland-Konflikt.

