Macron fordert Frieden und Einheit: Ein Appell vor dem britischen Parlament
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat in einer eindringlichen Rede im Palace of Westminster, während seines Staatsbesuchs in Großbritannien, zu einer sofortigen und bedingungslosen Waffenruhe im Gaza-Konflikt aufgerufen. Der fortlaufende Krieg stelle eine erhebliche Gefahr für die regionale Stabilität und die globale Sicherheit dar, betonte Macron. Die Ansprache fand vor einer versammelten Runde von Parlamentsmitgliedern beider Häuser statt, was die Bedeutung der Botschaft unterstrich.
Macron plädierte eindringlich für eine Zweistaatenlösung als den einzigen nachhaltigen Ansatz für einen dauerhaften Frieden im Gaza-Konflikt. Gleichzeitig forderte er die Freilassung der von der Hamas gefangen gehaltenen israelischen Geiseln. Währenddessen laufen Verhandlungen über eine mögliche 60-tägige Waffenruhe, um die Lage vorerst zu entschärfen.
Neben seinen Appellen im Nahost-Konflikt bekräftigte Macron auch die feste Unterstützung Europas für die von Russland bedrängte Ukraine. Er versicherte, dass die Ukraine niemals im Stich gelassen werde und warnte vor den täglichen Bedrohungen gegen die globale Ordnung, die immer wieder versucht würden, durch Angriffe auf demokratische Strukturen und Spaltungsversuche, destabilisiert zu werden.
Zum Abschluss seines Besuchs in England, bei dem er von der Königsfamilie mit einer Kutschfahrt und einer Besichtigung in Schloss Windsor willkommen geheißen wurde, leitete Macron gemeinsam mit dem britischen Premierminister Keir Starmer eine Videokonferenz der sogenannten Koalition der Willigen, die sich zur Unterstützung der Ukraine zusammengefunden hat. Macron warnte hierbei erneut vor den Gefahren, die ein weiteres Vordringen Russlands für die Sicherheit Europas darstellt.

